Website-Aufbau: Begriffe und Tipps für die Praxis

Wie sieht ein guter Website-Aufbau aus? Über diese Frage sprechen wir in diesem Blog-Beitrag. Ich möchte zunächst ein paar wichtige Begriffe definieren und in dem Kontext dann gleich auch einige Tipps für die Praxis geben.

Header/Kopfbereich (identisch auf allen Seiten)

Fangen wir oben beim Header beziehungsweise dem Kopfbereich an. Für diesen Beitrag habe ich wieder einfach etwas gegoogelt und entsprechende Beispiele herausgesucht. Gleich die erste Seite, die ich für den Header gefunden habe, hat dies gut gelöst.

Aber der Reihe nach. Der Header oder Kopfbereich ist der obere Teil der Website, in dem sich typischerweise das Logo und die Navigation befinden.

Alles richtig gemacht hat die Firma H. Gross Bedachungen GmbH im Beispiel, weil zusätzlich sogenannte Trust-Elemente eingebaut wurden, die Vertrauen aufbauen. Das sind in diesem Fall Mitgliedschaften und ein Bewertungssiegel. Die Navigation ist darüber hinaus sehr übersichtlich gestaltet.

Zusätzlich ist es oft sinnvoll, wichtige Informationen hier zu platzieren. Das können beispielsweise Kontaktdaten wie die Telefonnummer sein – oder bei Onlineshops auch Informationen zu Bezahlarten, Versanddauer und anderen Vorteilen (zum Beispiel Kauf auf Rechnung, Geld-zurück-Garantie etc.).

Optional: Slider

Zunehmend werden Webseiten auch mit einem sogenannten Slider gestaltet. Wie auf der Website von Steuerberater Dieter Wies im Beispiel zu sehen ist, sind hier Bilder eingebunden worden, die (automatisch) wechselnd angezeigt werden. Wahlweise lassen sie sich gegebenenfalls mit Texten und Handlungsaufforderungen ergänzen.

Einige Unternehmen nutzen dieses Element auch, um aktuelle News oder Angebote prominent zu platzieren. In dem Zusammenhang kann ein Slider eine sehr gute Wahl sein.

Ebenso kann er dazu dienen, mit den Bildern schnell die Aufmerksamkeit des Nutzers einzufangen und auf bestimmte Elemente zu leiten. Hier eignet sich ideal die Verbindung von einer Handlungsaufforderung und einem Button, den man klicken kann. Dieser führt zur gewünschten Seite, die der Nutzer sehen soll.

Die große Gefahr bei Slidern ist, dass das eigentliche Potential ungenutzt bleibt, wenn es sich lediglich um inhaltslose Bilder handelt. Damit sollten Sie vorsichtig sein, denn ein Slider fällt meist sofort ins Auge und bindet die Aufmerksamkeit in den ersten Sekunden des Nutzers. In dieser Zeit müssen Sie klar darstellen, worum es auf Ihrer Website geht und dem Nutzer zeigen, dass er hier findet,was er sucht. Ein einfaches Stockfoto kann dies oft nicht leisten.

Wichtige Inhalte wie zentrale Überschriften rutschen dadurch gerne nach unten und sind nicht sofort im Blickfeld des Nutzers. Das sollten Sie unbedingt vermeiden.

Body oder Inhalt einer Website

Unter dem Slider oder dem Header befindet sich der sogenannte Body-Teil oder Inhaltsbereich. Hier wurden die zentralen Inhalte der Webseite eingebunden. Meist sind das Texte oder Videos in Kombination mit Bildern.

Was genau angezeigt wird, hängt natürlich davon ab, welche Inhalte für Ihre Website geplant sind. Es gibt allerdings ein paar allgemeine Regeln, die beachtet werden können, um die Inhalte leserlicher zu machen:

  • Vermeiden Sie lange Texte. Sollten diese doch notwendig sein (wie zum Beispiel bei Blog-Beiträgen), so strukturieren Sie sie gut mit Zwischenüberschriften, Aufzählungen und sinnvollen Absätzen.
  • Arbeiten Sie unbedingt mit hochwertigen Bildern. Im Idealfall nicht nur mit Stockfotos, sondern mit professionellen und individuellen Fotos vom Fotografen.
  • Kommunizieren Sie wichtige Botschaften zusätzlich zum Text mit verschiedenen Inhaltselementen. Hier sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Nutzer diese Botschaften sofort sehen und nicht den Text lesen müssen. Im Zweifelsfall macht das sowieso nur ein kleiner Teil der User.
  • Platzieren Sie klare Handlungsaufforderungen, die den Nutzer zur gewünschten Aktion auffordern (beispielsweise „Anfrage senden“). Gut gelöst ist dies auf den Seiten von Westermann Lettershop.

Footer/Fußzeile (identisch auf allen Seiten)

Abgeschlossen wird die Website mit dem Footer oder der Fußzeile. Welche Informationen hier angezeigt werden, kann sehr unterschiedlich sein. Im einfachsten Fall verlinken Sie lediglich Ihr Impressum, die Datenschutzerklärung, die Kontakt-Seite und gegebenenfalls die AGB.

Ansonsten können aber auch Informationen wie Öffnungszeiten, Anfahrt, Social Media Links und dergleichen eingetragen werden. Grundsätzlich besteht hier die Möglichkeit, alles unterzubringen, wofür im Header kein Platz war.

Vermeiden Sie jedoch den häufig gemachten Fehler, ein Bewertungssiegel oder andere zentrale Trust-Elemente im Footer zu platzieren, wo sie niemand wahrnimmt. Was sehr wichtig ist, gehört unbedingt in den Header!

Prima gelöst wurde das von der Druckerei Häuser KG im Beispiel.

Zusammenfassende Tipps

Insgesamt kann man das Thema Website-Aufbau natürlich stundenlang diskutieren und es gibt viele verschiedene Varianten und Variationen. Dieser Beitrag gibt lediglich einen gewissen Überblick und schafft Orientierung.

Die grundlegenden Tipps aus diesem Beitrag sollten Sie immer beachten. Damit werden Sie momentan vielen Wettbewerbern schon einen Schritt voraus sein.

Wichtig ist, dass der Website-Aufbau nicht stört und Ihnen die Möglichkeit gibt, die zentralen Verkaufsbotschaften und Alleinstellungsmerkmale so zu kommunizieren, dass sie beim Nutzer ankommen.

Sollten Sie weitere Tipps zum Thema suchen, dann kann ich Ihnen meinen kürzlich veröffentlichten Beitrag „Webseitengestaltung: 5 hilfreiche Tipps für Ihre Website“ empfehlen.

Von | 2019-06-20T00:45:26+02:00 20. Juni 2019|Website Konzeption|0 Kommentare

Über den Autor:

Nicolas Sender
Mein Name ist Nicolas Sender. Ich unterstütze als zertifizierter Online Marketing Manager (IHK) kleine Unternehmen und Selbstständige dabei, sich im Internet mit innovativem Online Marketing ideal zu präsentieren.

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