website-cmsWer ein wenig recherchiert zu den verschiedenen Optionen, die sich heute bieten, um eine Webseite zu erstellen, kommt schnell auf die Möglichkeit der Nutzung eines Content Management Systems. In diesem Blog-Beitrag diskutieren wir einmal die Vor- und Nachteile dieser Option und schauen kurz auf Alternativen.

Der Beitrag hat dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte hier die aus meiner Sicht entscheidenden Argumente darlegen und freue mich natürlich in den Kommentaren über eine rege Diskussion und Ihre Erfahrungen zur Fragestellung.

Der große Vorteil: viele Anpassungsmöglichkeiten und trotzdem effektiv

Ich persönlich sehe die Nutzung eines CMS in den allermeisten Fällen als den goldenen Mittelweg. Da Sie auf ein bestehendes System zurückgreifen können und nicht alles von Grund auf selbst programmieren müssen, ist das Projekt Firmenwebsite meist sehr effektiv über die Bühne gebracht. Es besteht die Möglichkeit, beim Design und bei wichtigen Funktionalitäten auf Vorlagen und Erweiterungen zurückzugreifen. Bei Bedarf können diese aber im Vergleich zu einem Website-Baukasten wie Jimdo individuell angepasst werden.

Sie sparen definitiv eine Menge Kosten gegenüber der Variante, vollständig programmieren zu lassen. Gleichzeitig sparen Sie nicht so viel wie bei einem Website-Baukasten, wodurch Ihre Anpassungsmöglichkeiten nicht zu stark eingeschränkt werden.

Alle Inhalte können leicht editiert werden

Besonders deutlich zeigt sich dieser Vorteil im Alltag. Kleine Änderungen auf der Webseite können Sie selbst vornehmen. Texte und Bilder sind über die Administrationsoberfläche schnell aktualisiert.

In überschaubarer Zeit kann man sich problemlos einarbeiten. Textbearbeitung oder das Austauschen von Bildern funktioniert bei den meisten Content Management Systemen fast wie bei Word.

Bei Bedarf lassen sich Zugänge für verschiedene Mitarbeiter einrichten, sodass zum Beispiel Blog-Beiträge schnell und einfach von der jeweiligen Person selbstständig eingestellt werden können. Gleiches gilt auch für Veranstaltungskalender oder Produkte in einem Onlineshop.

Nachteile?

Es fällt mir tatsächlich schwer, Nachteile für die Nutzung eines Content Management Systems zu finden. Eine Einschränkung gibt es aber natürlich – und die ist das System an sich. Jedes CMS hat seine Grenzen und besonderen Eigenschaften in Bezug auf die Programmstruktur, die Entwickler beachten müssen. Das bedeutet, dass sich durchaus Schranken bei den Anpassungsmöglichkeiten ergeben könnten.

Für komplexe Projekte mit sehr individuellen Funktionen mag es also möglicherweise sinnvoll sein, das System auf eigener Basis vollständig selbst zu programmieren. Für diese Detailfragen bin ich weder Experte noch macht es Sinn, sie hier im Detail zu analysieren. Denn Fakt ist, dass dies für Selbstständige und kleine Unternehmen nur in Einzelfällen relevant ist. Meist dann, wenn diese stark im Online-Geschäft aktiv sind. Wer seine Aktivitäten aber eher im Offline-Geschäft praktiziert und die Website hauptsächlich als Marketingtool benötigt, wird mit diesem Punkt in der Praxis wahrscheinlich nicht konfrontiert werden.

Fazit: In den meisten Fällen empfehlenswert!

Sie können sich sicherlich schon denken, dass ich in fast allen Fällen ein Fan von der Nutzung eines CMS bin. Es liegt einfach daran, dass dies in den meisten Situationen die beste Lösung ist. Sie sind flexibel bei der Gestaltung Ihrer Website und können sie bei Bedarf um alle wichtigen Funktionalitäten erweitern. Gleichzeitig wird die Verwaltung und Einrichtung nicht zu teuer. Sie schränken sich aber auch nicht zu stark ein (wie häufig bei Website-Baukästen), sodass bei Themen wie Suchmaschinenoptimierung oder Online-Werbung schnell Probleme auftreten.

„Können Sie ein spezielles CMS empfehlen?“

Die offensichtliche Anschlussfrage steht dann natürlich oft im Raum: „Welches CMS sollen wir dann nutzen?“

Diese Frage ist sicherlich für einen anderen Blog-Beitrag gedacht und soll hier nur in Kürze beantwortet werden. Ich empfehle meistens WordPress. In der Praxis hat sich das immer wieder als die zuverlässigste und unkomplizierteste Lösung erwiesen. Durch die große Beliebtheit gibt es für WordPress auch eine Vielzahl sehr, sehr guter Erweiterungen und Design-Vorlagen. Die Auswahl ist hier zudem deutlich besser als beim Wettbewerb.

Insofern meine kurze Antwort: Ich empfehle WordPress in fast allen Fällen. Wenn komplexere Datenbanklösungen nötig sind, kann manchmal Drupal die noch bessere Alternative sein.

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